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Die Bundesregierung entdeckt das Prinzip des Wu wei

Dass ich das noch einmal erleben würde. Die Bundesregierung wirbt für Tun durch Nichttun (wu wei). In gleich drei Videos zu Corona fordert sie dazu auf, einfach zuhause zu bleiben und nichts zu tun. Kompliment, soviel Humor hätte ich der Regierung nicht zugetraut. https://www.youtube.com/watch?v=BpYZvtmkGw4 https://www.youtube.com/watch?v=krJfMyW87vU   https://www.youtube.com/watch?v=UH1757U0aeg

Ein Stipendium fürs Nichtstun

Das Grundthema dieses Blogs und meines Essays "Aufbruch ins Leere" rückt zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Die Hochschule für bildende Künste (HFBK) Hamburg schreibt jetzt ein Stipendium fürs Nichtstun aus. Hier ein paar Medienberichte dazu: Deutschlandfunk Kultur / NDR / Stern / Mopo

Leere und Fülle

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Wer aus dem Vollen schöpfen will, muss leer sein.

Die eigene Mitte finden

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Die eigene Mitte zu finden, das heißt inneres Gleichgewicht zu erreichen. Wer in der eigenen Mitte ruht, steht stabiler in der Welt. Das kann man metaphorisch verstehen oder wortwörtlich in Hinblick auf die Körperhaltung. Innere Ausgeglichenheit ermöglicht ein wirkungsvolleres Handeln, wenn es angebracht ist und ein entspanntes Nicht-Handeln, wenn dies sinnvoller ist. Um die eigene Mitte zu finden gibt es viele Mehoden. Meditation ist ein Weg, zum Beispiel, indem man ein Mandala anschaut. Auf der Reise ins eigenen Innere gibt es viel zu entdecken. Einer der frühesten Reiseführer, die es für diese Reise gibt, ist das Nei Ye , ein zweieinhalb Jahrtausende alter chinesischer Text, der den Weg zu innerer Ruhe beschreibt. Das Nei Ye gibt dazu ganz praktische Ratschläge, die zu einer Selbstregulierung führen sollen.

Nei Ye - Der Weg zu innerer Ruhe

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Heute ist meine kommentierte Übersetzung des Nei Ye erschienen. Nei Ye bedeutet innere Übung. Der Text beleuchtet den Zusammenhang zwischen innerer Sammlung und äußerer Wirkung und enthält Anleitungen für die Meditationspraxis. Das Nei Ye ist ungefähr zweieinhalb Jahrtausende alt und ist damit einer der ältesten daoistischen Texte überhaupt. Seine Grundgedanken finden sich noch heute in den ostasiatischen Kampfkünsten und in der traditionellen chinesischen Medizin. Das Nei Ye ist aber nicht nur für China-Interessierte lesenswert. Es trifft den Nerv der Zeit. Gerade wenn alles immer schneller gehen soll, ist es wichtig, zur Ruhe zu kommen und die eigene Mitte zu finden. Nei Ye - Der Weg zu innerer Ruhe. Aus dem Chinesischen übersetzt und kommentiert von Jupp Hartmann (ISBN: 9783-7504-4038-8)

Rezension: Zhao Tingyang. Alles unter dem Himmel

Zhao Tingyang ist einer der bedeutendsten chinesischen Gegenwartsphilosophen. Sein Buch "Alles unter dem Himmel - Vergangenheit und Zukunft der Weltordnung" hat auch im Westen lebhafte Debatten ausgelöst. Hier der Link zu einer Rezension von Martina Bölck: Rezension: Alles unter dem Himmel

Rezension: Julian Baggini. How the World Thinks

Gerade habe ich ein sehr interessantes Buch zu Ende gelesen. Es ist von dem englischen Philosophen Julian Baggini und trägt den Titel "How the World Thinks". Leider gibt es davon noch keine deutsche Übersetzung, was mich sehr erstaunt, denn in Großbritannien ist es ein Bestseller. Baggini geht es in seinem Buch um eine globale Geschichte der Philosophie. Dabei stellt er Konzepte und Vorstellungen aus verschiedenen Denktraditionen nebeneinander: indische, ostasiatische, westliche, muslimische, aber auch mündlich überlieferte der australischen Aborigines oder aus Afrika. Er zeigt, wie die unterschiedlichen philosophischen Ansätze in den jeweiligen Teilen der Welt zu unterschiedlichen Perspektiven auf die Dinge geführt haben und wie sie ihren Niederschlag im Verhalten der Menschen gefunden haben, auch derer, die sich der philosophischen Hintergründe ihrer Alltagsüberzeugungen nicht bewusst sind. Der erste Teil des Buches beschäftigt sich mit der Frage, nach welchen Gesichtspunkt